Die Willkommensklasse im Technik Museum

Freitag, der 24.05.2019

Früh morgens um 7.50 Uhr trafen wir uns vor der Schule und übten uns darin, eine Zweierreihe zu bilden. „Zwei, vier, sechs, acht, zehn.“, zählte die Lehrerin. „Ahhhh gerade noch geschafft!“, sagte sie, als gerade noch ein weiterer Schüler um die Ecke kam. Los ging es.

Mit dem Bus M11 und der U3 fuhren wir bis zum Gleisdreieck. Dort angekommen, stärkten wir uns mit unserem Gemüse und Obst oder Broten. Drinnen konnten wir alle Taschen und Jacken einschließen und schon war ein sehr netter, komplett in weiß gekleideter Mann nur für uns da. Er trug einen aufblasbaren Globus unter dem Arm und jeder durfte zeigen, wo er her kam. Syrien, Irak, Afghanistan, Albanien und Kamerun wurden von uns gezeigt, Deutschland und Brasilien von den Erwachsenen. Da drehte sich der Globus schon etwas. Der Globus war von da an unser Erkennungszeichen und Fatima wurde auserwählt, gut auf ihn aufzupassen.

Sie war nun Joao’s Assistentin, wie der Mann in weiß genannt werden wollte.

Zuerst konnten wir erfahren, wer Otto Lilienthal war und wie ihm der Storch bei seinem Traum zu fliegen, geholfen hat. Wir lernten durch eine sehr anschauliche Darbietung von Joao und Assad, warum wir im Museum nichts anfassen durften. Ab dann galt immer mal wieder das Kommando: „Brezel“. Dabei musste man die Arme zu einer Brezel verschränken und durfte nichts anfassen.

Im nächsten Teil erfuhren wir, warum ein Heißluftballon fliegen kann.

Weiter ging es zu den Flugzeugen – huuu wie toll! Und dann kam noch eine kleine Mutprobe. Wir durften alle durch eine Drehtür ins Freie auf eine Terrasse über der ein Rosinenbomber schwebte. Am Ende der Terrasse konnte man den Fernsehturm und die U-Bahn sehen und ahhhhh – plötzlich sahen wir, dass man auch unter sich auf den Boden schauen konnte. Wir standen nur auf einem Gitter! Das war vielleicht aufregend!!!

Nachdem wir den Schreck verdaut hatten, ging es wieder hinein. Wir setzten uns im Kreis um eine Decke herum und Joao begann zu erzählen. Er erzählte uns vom geteilten Deutschland und dem geteilten Berlin und von vielen Flugzeugen, die über die Stadt flogen und Pakete brachten. Es waren genau solche Flugzeuge, wie wir gerade bewundert hatten.

Er erzählte uns die Geschichte von Mercedes und dem Schokoladen Piloten. Die Bilder vom zerstörten Berlin waren für uns nicht nur aus dem gezeigten Buch bekannt. Sie hätten auch im Irak, Afghanistan oder Syrien gemalt worden sein können – da waren wir uns fast alle einig. Wir lernten an dieser Stelle, dass es auf die gegenseitige Hilfe ankommt. Gail Halvorsen, der Schokoladenpilot und viele, viele andere haben den Berlinern in der Not geholfen. Mercedes und Gail verband sogar eine Freundschaft.

Hier kann jeder mit seiner Haltung etwas beitragen, dass der Traum von Frieden ein Stück mehr wahr werden kann. Mercedes und der Pilot, der ihr und vielen anderen über die Luftbrücke Schokolade und Care-Pakete geschickt hatte, sind nur ein Beispiel. Eine schöne Geschichte, die uns sehr begeistert aus dem Museum entließ.

Spiel, Spaß und ein kühles Eis im Gleisparkdreieck in der Sonne rundeten den Tag ab. Glücklich und müde ging es ins Wochenende.

An dieser Stelle einen großen Dank an das Technische Museum und dem wundervollen Joao Albertini! Es war eine ganz ausgezeichnete Veranstaltung!

Und unsere „Hausaufgaben“, unseren Traum zu malen, haben wir auch gemacht!

Die entstandenen Kunstwerke können momentan im Foyer der Schule bewundert werden. Viel Spaß dabei!

Eure WK