UNSER NAMENSGEBER

Friedrich Drake

Johann Friedrich Drake wurde am 23. Juni 1805 als Sohn eines Drechslermeisters in Pyrmont geboren und starb am 6. April 1882 in Berlin.

 

Er war ein deutscher Bildhauer und Vertreter der Berliner Bildhauerschule.

 

Friedrich Drake, der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war, begann zunächst eine Lehre als Drechsler in Minden, arbeitete dann im väterlichen Betrieb und ab 1824 in einer Werkstatt in Kassel.

 

1827 trat Drake eine Stelle im Atelier von Christian Daniel Rauch an und studierte nebenbei an der Königlichen Akademie der Künste.

 

1836 brach Drake zu einer Studienreise nach Italien auf. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste berufen und gründete eine eigene Bildhauer-Werkstatt, in der auch seine Brüder Georg und Louis arbeiteten. Schwester Karoline führte bis zu ihrer Heirat mit dem Maler Eduard Meyerheim den Haushalt für ihre Brüder. Der Betrieb florierte und machte aus Drake einen vermögenden Mann. 1843 heiratete Drake die aus Hamburg stammende Lisette Schönherr. Das Paar bekam sechs Kinder.

 

1847 erhielt Drake eine Professur und wurde 1863 in den preußischen Orden pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen, dessen Vizekanzler er 1879 auch wurde. Nach dem Tod seiner Ehefrau im Jahre 1855 ging Drake 1859 eine zweite Ehe mit  Gräfin Marie von Waldeck ein, die aus seiner Heimatstadt Pyrmont stammte und dem dortigen Fürstenhaus angehörte.

 

Am 6. April 1882 starb Friedrich Drake in Berlin im Alter von 76 Jahren. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-TempelhofSchöneberg.

 

Friedrich Drake erhielt zahlreiche Auszeichnungen in Form von Orden und Medaillen, darunter auch das Ritterkreuz der Ehrenlegion, die Ehrendoktorwürde der Universität in Jena und die Ehrenbürgerschaft von Pyrmont.

 

Gleich drei Berliner Bezirke haben Straßen nach Friedrich Drake benannt: Berlin-Mitte, Berlin-SteglitzZehlendorf und Berlin MarzahnHellersdorf.

Werke in Berlin

  • Figurengruppe „Nike bekränzt den Sieger“, Schlossbrücke, Berlin-Mitte
  • Reliefs am Sockel des Beuth-Denkmals, Berlin-Mitte